Wunstorf – JOTA 2018

Wunstorf – JOTA 2018

im Oktober 2018

 

Am 20./21.10.2018 hat der Ortsverband Steinhuder Meer (H35) in Zusammenarbeit mit den Christlichen Pfadfindern Royal Rangers Wunstorf, den Pfadfindern der DPSG-Neustadt sowie Pfadfindern der CPD vom Stamm Wunstorf an dem weltweiten Pfadfinder-Event Jamboree On The Air (JOTA) teilgenommen. Sinn und Zweck von JOTA ist es, dass Pfadfinderstämme weltweit Kontakt über Amateurfunk miteinander aufnehmen, sich vorstellen und über ihre Aktivitäten berichten. Hierzu wurde auf dem Lagerplatz der Royal Rangers am Hohen Holz in Wunstorf ein Pfadfinderlager aufgeschlagen. Der DARC errichtete diverse Antennen- und Funkanlagen. Am Samstag wurden diverse pfadfinder- sowie funkspezifische Workshops angeboten, an denen die 75 Teilnehmer viel sehen konnten. Themen der Workshops waren Feuer machen, Schlafen in der Hängematte, Spiele und Spaß, Empfang mittels SDR-Receiver, Satellitenfunk, Digitalfunk FT8, Bergfunk (SOTA), UKW- und KW-Sprechfunk. Im Hohen Holz waren zwei 80m-Sender versteckt, welche die Teilnehmer mittels Peilempfänger suchen mussten. Die Johanniter Unfallhilfe Wunstorf präsentierte moderne BOS-Funktechnik auf dem Einsatzleitwagen, welcher bei Großschadenslagen zum Einsatz kommt. Die Fernmelder des Arbeiter-Samariter-Bundes Niedersachsen fuhren ebenfalls mit einem Einsatzleitwagen vor. Dieser verfügt neben BOS-Funk auch über Amateurfunk. Durch die Schnittstelle zwischen BOS- und Amateurfunk wird sichergestellt, dass Amateurfunker Notrufe absetzen bzw. im Katastrophenfall unterstützen können. Nach getaner Arbeit wurden am Lagerfeuer unter Gitarrenbegleitung Fahrtenlieder gesungen. Am JOTA- Wochenende wurden insgesamt 44 Funkverbindungen in Sprechfunk (KW und UKW) geloggt. In der Betriebsart FT8 wurden Kontakte in 32 Länder hergestellt (alle Kontinente außer Südpol; darunter auch eine Verbindung nach Australien). Bei insgesamt vier Überflügen der Raumstation ISS wurde in allen Fällen eine Computerverbindung in der Betriebsart PACKET/APRS hergestellt.

Rückfragen gerne an dl6och[at]darc.de

 

Mit freundlichen Grüßen

Henrik Bartels, DL6OCH

Ortsverbandsvorsitzender H35 Steinhuder Meer

 

Pressemitteilung_JOTA_DARC.pdf

Wunstorf – Mallorca auf 20m im Sonnenfleckenminimum

 



Wunstorf – Mallorca auf 20m im Sonnenfleckenminimum

im Juli 2018

 

Unser Carsten (DL7CG) verweilte vom 28.6. - 6.7.2018 auf der Insel Mallorca. Mit dabei sein FT817 mit einer Drahtantenne, welche über einen sog. Fuchskreis gespeist wird.

 

Bereits am 29.6. gab es einen ersten Versuch der Kontaktaufnahme  mit Henrik (DL6OCH). Nach vorheriger Analyse einer möglichst optimalen QRG & Uhrzeit wurde ein Sked auf 14.335 MHz um 22 Uhr MEZ vereinbart. In Wunstorf-Kolenfeld war auf Kurzwelle lediglich das Rauschen des Mittelmeeres zu hören. Auf Mallorca war DL wohl leise zu hören. Eine Überraschung war das nicht, verhieß der Funkwetterbericht nichts Gutes (zwar ruhiges Magnetfeld, allerdings aktuell keine Sonnenfleckenaktivität).

 

 

Am 3.7.2018 um 22 Uhr gelang die erste Kontaktaufnahme. Das Signal war derart verrauscht, dass in DL nur Teile der Übermittlung eindeutig verständlich waren. Nachdem der Test am Mittwoch durch starkes regionales QRM ins Wasser fiel, gelang es uns am Donnerstag den 6.7.2018 eine stabile Verbindung mit Carsten herzustellen (kurz sogar S9 aber qsb). Trotz extrem schlechter Ausbreitungsbedingungen zahlte sich Hartnäckigkeit aus. In DL waren Andre (DG2OAJ) und Henrik (DL6OCH) an ihren Geräten an der Verbindung beteiligt. Andre filmte das QSO anteilig.

 

 

Funkkontakt mit ISS - Alexander Gerst

 



Funkkontakt mit Alexander Gerst aus der ISS

im Juni 2018

 

Am 8.6.2018 dockte nach zwei Tagen Anreise eine russische Raumkapsel  vom Typ Sojus MS-09 an der internationalen Raumstation ISS an. An Bord war der deutsche Astronat Alexander Gerst. Gerst wird in den kommenden 6 Monaten an ca. 250 wissenschaftlichen Experimenten teilnehmen und in der Zeit in über 400 km Höhe 15 Mal pro Tag die Erde umrunden.

 

Das Programm ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) ermöglicht es Schulen, Funkkontakt mit der ISS aufzunehmen und in einem Zeitfenster von ca. 10 Minuten Fragen an den jeweiligen Operator zu stellen.

 

Am 03.07.2018 um 08:32 UTC war ein Kontakt zwischen der ISS und dem Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn vereinbart. Frequenz 145.800 MHz. Die Verbindung wurde in Wunstorf-Kolenfeld mitgeschnitten. Als Empfangsanlage diente ein FT8800 an einer J-Antenne in ca. 12 m Höhe. Die Aussendungen von der ISS konnten eindeutig gelesen werden (siehe MP3).

 

 

Audio startet nach ca. 7 Sekunden!

Sommerfest mit Einsatzleitwagen

 



Sommerfest mit Einsatzleitwagen

im Juni 2018

 

Am 23.6.2018 fand auf dem Gelände der Dachdeckerei Jung in Kolenfeld das Sommersfest 2018 statt. Ca. 40 Mitglieder und Gäste trafen sich zum Grillen, Fußballgucken und Funken.

Neben Funkbetrieb an einer UKW- und einer Kurzwellenstation waren Dart, Kicker und Billardtisch aufgebaut, so dass auch für die jüngeren Gäste für Abwechslung gesorgt war.

 

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Besuch des Einsatzleitwagens des ASB Barsinghausen. Von dem Fahrzeug aus besteht neuerdings die Möglichkeit, auch auf Amateurfunk Notfunk abzuwickeln. Jörg Werner (ASB und MA der Region) berichtete über die Notwendigkeit der Einbindung des Amateurfunkdienstes bei zukünftigen Krisenlagen.

 

Grundsätzlich solle sich der Ortsverband auf drei Dimensionen des Notfunks einstellen:

a) Sicherstellung der Kommunikation zwischen Bevölkerung und BOS (Leuchtturmkonzept)

b) Unterstützung der Katastrophenschutzdienste (vor Ort: Johanniter)

c) Unterstützung der Behördenkommunikation.

DK0SM – QRV aus dem Uboot U10



DK0SM – QRV aus dem Uboot U10

im Juni 2018

 

Das von der USS New Jersey organisierte Museum Ships Weekend fand traditionell am ersten Juniwochenende statt (siehe http://www.nj2bb.org/museum/). Die Aktivierung von weltweit über 100 Museumsschiffen mit Amateurfunkstationen bietet Funkern die Möglichkeit, Kontakt mit den seltenen Stationen aufzunehmen und eine der begehrten QSL-Karten zu bekommen. Die DARC Ortsverbände H63 (Wennigsen) und H35 (Steinhuder Meer) haben in Kooperation mit Mitgliedern des Verbandes Deutscher Ubootfahrer (VDU) und der Marinefunkerrunde das Museumsuboot U10 im Marinemuseum Wilhlemshaven aktiviert.

 

 

 

 

Der Aufbau begann bereits einen Tag vor dem Ereignis. Gegen 16 Uhr  trafen sich Hornsby (Hans-Jörg Bange) und Henrik Bartels (DL6OCH) an Bord zum Verlegen der Strom- und Antennenkabel in die Offiziersmesse. Der anschließend geplante Aufbau der Antenne musste witterungsbedingt einem Einlaufbier im Museumsrestaurant weichen. Ein Gewittersturm machte die Arbeit auf Oberdeck unmöglich.

Samstagmorgen kamen mit Carlo (DL7CSX) und Fritz (DO1OFR) zwei erfahrene Funkamateure von H63 dazu sowie Matthias Moorkamp und Heiko Mross (beide VDU). Deren Unterstützung ermöglichte es, dass U 10 trotz anfänglicher Antennen-Abstimmprobleme rechtzeitig zum Interview mit der Wilhelmshavener Zeitung auf Sendung gehen konnte. Es wurde über dem Batteriemontageluk auf einem ca. 10m langen GFK-Mast eine 31m lange G5RV fixiert. Bulgarien und München standen als erste Verbindungen im Logbuch - selbstverständlich in Telegrafie (CW).

 

Insgesamt sind an dem Wochenende 64 Verbindungen in Sprech- und Tastfunk zustande gekommen, was ggü. 2015 (>360 QSOs) wenig ist. Die Sonnenfleckenaktivität ist seit dem stetig geringer geworden, was die Kurzwellenausbreitung – insbesondere Fernverbindungen – stark negativ beeinflusst. Verbindungen außerhalb Europas gab es diesmal keine. Zur Abwechslung wurden erstmals auch UKW-Verbindungen mit einem Handfunkgerät aus dem Boot getestet, was sich über das Wilhelmshavener 2m-Relais als unproblematisch erwies. Zufällig war gerade unser Jörg (DJ0JB) aus Blumenau via Echolink auf dem Relais, so dass die Erstverbindung auf UKW trotz der Entfernung eine OV-interne war.

 

Während sich Carlo, Fritz und Henrik auf die Funkerei konzentrierten, haben sich Matthias, Hornsby und Heiko um die Museumsbesucher gekümmert und Fragen zur Technik bzw. zum Leben an Bord beantwortet. Quartier wurde auf dem Wohnschiff Arcona gemacht, sowohl Freitag als auch Samstag klang dann nach getaner Arbeit der Tag zunächst beim Griechen und im Anschluss auf Oberdeck der Arcona bei kühlem Jever aus. Insgesamt wäre es hilfreich, wenn sich weitere Funker an dem MSW beteiligen würden (Kontakt: dl6och(at)darc.de).

 

Bericht von Henrik Bartels, DL6OCH