Deine guten Chancen bei einer Norddeutschen Mobilfuchsjagd-Wettbewerb

Was kann ich – ohne technisch versiert zu sein – einsetzen, um mit brauchbaren Chancen an einem Norddeutschen Mobilfuchsjagd-Wettbewerb teilzunehmen?

  1. Einen PKW (mit Beifahrer/in), mit Platz für das u.a. Geraffel.
  2. Einen Empfänger für FM auf 145 MHz, der möglichst (!) ein externes S-Meter zulässt
    (Ideal: FT-857, an dessen 3,5mm-Mono-Klinkenbuchse Anschluss eines 1-mA-Meters oder DVM möglich ist)
  3. Einen regelbaren Abschwächer intern oder extern.
    Intern: FT-857 hat einen RF-Squelch mit demman den Empfang um ca. 50 dB “abwürgen” kann. Nötig bei nahen Peil- oder Suchfüchsen.
    Extern: In die Antennenleitung einschleifbare Dämpfungsstücke. Ich habe anfangs einschleifbare “minus 20dB” aus alter TV-Anlage verwendet. Wichtig ist eine recht schnelle Wechsel- oder Umschalt- oder Umsteck Möglichkeit.
  4. Eine Richtantenne für 145 MHz, horizontal polarisiert, z.B. eine (kurze) Yagi-Antenne, HB9CV oder Moxon-Antenne – beim Parken gefühlvoll mit der Hand drehbar, das Auto in der Höhe gut überragend, möglichst schnell zusammenlegbar/verstaubar, z.B. Moxon-Antenne: 4mm-Alu-Draht, Abmessungen bei https://www.qsl.net/dk7zb/Moxon/2-m-Moxon.htm
    Die Lüsterklemme im Rohr in der Abbildung habe ich durch 2 Wago-Hebel-Klemmen ersetzt (Seele, Mantel) und die Stelle mit Batteriepolfett gegen Eindringen von Nässe geschützt. Den 4mm Aludraht habe ich auf ca. 1,5mm Dicke heruntergefeilt, damit die beiden Enden in die Wago-Klemmen passen. Sie sind auf einem T-Stück (anstelle des runden PVC-Rohres) heiß aufgeklebt.
  5. Eine Haltung für die Richtantenne, einige Meter vom Auto entfernt (wegen Kompass-Beeinflussung).
    In der letzten Zeit nahm ich dazu einen Sonnenschirmständer mit, unter ihm kamen ggf. dicke Holzkeile, damit sein Rohr senkrecht steht. Im Rohr ein weiteres einzufügendes Rohr. Ich habe die fehlenden mm Durchmesser zwischen beiden Rohren mit 2 Ringen aus etlichen Lagen Malerkreppband ausgeglichen und diese wiederum lotrecht sektoral eingeschlitzt, da das Sonnenschirmständerrohr leider an einer Seite im Innern nicht ganz glatt rund ist. Das einzufügende Rohr sowie ein weiteres in ihm steckendes Rohr sind Bestandteile meines Alu-Schiebemastes. Im dünneren Rohr steckt noch nach erfolgtem Zusammenbau ein fest verkeiltes Alu-Quadratrohr 25mm, das nach oben durch ein 2. Alu-Quadratrohr verlängert werden kann und ganz oben sitzt, auf einer weiterer Quadratrohrkonstruktion (Rechteck liegend) aufgeklebt, die eigentliche Moxon-Antenne (4mm Alu-Draht). Das unterste Quadratrohr bildet noch ein passendes Joch für das Anlegen des Kompasses, so dass dann die Antennenrichtung mit der Kompassrichtung mechanisch „hart“ gekoppelt ist. Am Joch ist das externe S-Meter eingeklebt. Alles ist nicht-magnetisch und lenkt den Kompass im Joch nicht ab.
  6. Einen “Spandau-Peiler”, horizontal montiert auf ein senkrechtes Quadratrohr, ist gegen zu starkes Signal gefeit. Er benötigt nur ein FM-Handfunkgerät oder Scanner zum Empfang. Im offenen Gelände, versehen mit einer Regenhaube aus einer halbierten Frühstücksdose und Peilklebestreifen darauf, kann er guten Dienst erweisen. An der passenden Kante eines Kunststoffquadratrohres lässt sich ein Smartphone mit Kompass- App anlegen. Für 2m-Fernpeilungen ist er weniger geeignet, im Nahbereich jedoch nützlich.
  7. Einen Kompass.
    Empfehlung: IRIS 50 von Plastimo, ggf. gebraucht, muss vor Wettbewerb auf eigene Abweichung hin untersucht werden (ferne anvisierte Punkte mit Winkel auf Landkarte vergleichen)
  8. Zeichenmaterial:
    • Eine Unterlage (gut wäre ein Klemmbrett mit möglichst einem seitlich verschiebbaren Lineal),
    • Zwei Erfassungsblätter für die Winkel zu den Peilfüchsen 1-5 an den beiden Peilstandorten.
    • Buntstifte oder farbige Faserstifte in den Farben ROT-GRÜN-BLAU-SCHWARZ-LILA zur richtigen Fuchszuordnung 1-5 bei den Kreuzpeilungen,
    • eine Peilkreisschablone zur Winkeleintragung in das Kartenblatt
      Eine solche Schablone kann man selber machen: Peilkreis aus Internet auf Folie ausdrucken, am Grad-Rand rundbeschneiden, mit Permanentstift eine OST-WEST-Linie sowie einen fetten Nordpfeil,2-3mm mehr als das Original rundschneiden (damit keine Luft gezogen wird). Durch den eigenen Standort wird auf der Karte eine parallele Ostwest-Hilfslinie gezeichnet. die Schablone wird mit ihrem Mittelpunkt auf den Standort so aufgelegt, dass oben NORDEN ist und die Ostwestlinien genau übereinstimmen.

Es sollten Peilstandorte mit möglichst viel Abstand zu Bewaldung usw. gewählt werden (gut: > 300m). Genauer als frontal zu peilen ist es, nach Vergewisserung über die Hauptrichtung, pro Fuchs links und rechts davon S-Wert-gleiche Richtungen zu ermitteln und davon die Winkelhalbierende zu nehmen. Alle Jäger geben bei der Zusammenkunft gern ihr Wissen an Dazukommende ab. (see you – help you) Jan Kemper hilft im Vorfeld gern bei der Installation seines PC-Jagdprogramms „Hunter“. Wenn man vorher die Landkarten herunterlädt und eine GPS-Maus benutzt, kann man u.a. die Kreuzpeilungen sehen und im Fahrbetrieb die eigene Position ständig mitverfolgen. Für Bastler und Computerfreaks: Kontaktaufnahme mit Peter und/oder Jan.

Niemand ist wissend geboren worden und niemand macht sich am Anfang lächerlich (außer wenn man nicht teilnimmt).

Warnung: Mobilfuchsjagd kann auch in geringer Dosierung süchtig machen.