Notfunk

„Stellen sie sich vor, der Strom fällt aus. Dieser Gedanke wird nach der Abschaltung der Kern- und Kohlekraftwerke nicht mehr auszuschließen sein. Jetzt bedarf irgendjemand in ihrer Nähe dringend Hilfe. Über welchen Weg könnten sie dann einen Notarzt holen?“

Bei einem flächendeckenden Stromausfall ist auch der Ausfall der Telefon- und Handynetze inkl. Internet bereits nach wenigen Minuten die Konsequenz. Amateurfunk bietet die Möglichkeit, mittels einfacher außenstrom-unabhängiger Portabel- bzw. Mobilgeräte, Kommunikation weiterhin abzuwickeln.

Notfunkaktivitäten in Wunstorf

Der Amateurfunk bietet für den Katastrophenfall in Wunstorf folgende Potentiale:

  • außenstromunabhängiges 2m-Relais (DB0STM) (Abdeckung der gesamten Region Hannover und darüber hinaus)
  • außenstromunabhängiges 70cm-Relais (gute Abdeckung von Wunstorf/Neustadt)
  • 49 lizenzierte Funkamateure in den Ortsteilen der Stadt Wunstorf
  • zwei batteriebetriebene portabel einsetzbare Funkkoffer (1xFT 897, 1xKenwood Handfunkgerät mit 7Ah-Akku und ext. Mik.)
  • mehrere Mobilstationen
  • Benennung von zwei Notfunkreferenten als Ansprechpartner für den HVB
  • Notfunkkonzept, welches interne Zuständigkeiten, Frequenzen und Abläufe bei einem Blackout regelt
  • sukzessive Ausbildung und Teilnahme von Funkamateuren an BOS-Funklehrgängen (2019/2020 drei Absolventen in Kooperation mit Rettungsdiensten)
  • Kurzwellenstation für DL-weite und internationale Kommunikation ist außenstromunabhängig auf Anfrage jederzeit verfügbar

Mit den vorhandenen Kapazitäten läßt sich unbürokratisch Kommunikation aus allen Ortsteilen zur Stadt bzw. von Wunstorf zur Region Hannover aufrechterhalten. Funker können in Ihren Ortschaften Notrufe für Ihre Nachbarschaft absetzen oder aber Lagemeldungen an die Bevölkerung weiterleiten. Jeder da wo er ist, mit den Geräten die zur Verfügung stehen.

Gesetzliche Grundlagen

§ 2 Gesetz über den Amateurfunk

Amateurfunkdienst ein Funkdienst, der von Funkamateuren untereinander, zu experimentellenund technisch-wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Weiterbildung, zur Völkerverständigungund zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen wird; derAmateurfunkdienst schließt die Benutzung von Weltraumfunkstellen ein.

Der Niedersächsische Minister des Innern konkretisiert das o.g. Bundesgestz mit Erlaß vom 10.07.1981: der DARC stelle eine personelle und materielle Reserve dar, der DARC hat für den Katastrophenfall Ansprechpartner zu benennen, die örtlichen Katastrophenschutzbehörden fordern die Unterstützung an.